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PV und Batteriespeicher: Der Weg zum flexiblen Energiesystem

SPM erweitert eine 3,150-MW-PV-Anlage um einen 4,4-MW-Batteriespeicher – deXcon entwickelt die Regelungsarchitektur für den gemeinsamen Betrieb von PV und BESS.

Die SPM GmbH hat eine bestehende PV-Freiflächenanlage mit einer Netzanschlussleistung von 3,150 MW um einen 4,4-MW-Huawei-Batteriespeicher erweitert. Für das Zusammenspiel von PV-Anlage und Speicher entwickelte deXcon ein angepasstes Regelungskonzept mit vier separaten Regelungskernen. Damit lassen sich Einspeisebegrenzung, Priorisierung der PV-Erzeugung und die Anforderungen der Vermarktung in einem gemeinsamen System abbilden.

Die erste Ausbaustufe wurde Ende 2022 in Betrieb genommen. 2025 folgte die Erweiterung um den Batteriespeicher. Damit entstand eine zentrale Anforderung: PV-Anlage und Speicher müssen innerhalb der am Netzanschlusspunkt zulässigen Einspeiseleistung betrieben werden.

  • Erweiterung einer bestehenden 3,150-MW-PV-Anlage um einen 4,4-MW-Batteriespeicher.
  • deXcon entwickelte die Regelungsarchitektur mit vier separaten Regelungskernen.
  • Der Batteriespeicher wurde für die Vermarktung von FCR und aFRR nutzbar gemacht.
deXcon Success Story Sinzing

Die erste Ausbaustufe wurde Ende 2022 in Betrieb genommen. 2025 folgte die Erweiterung um den Batteriespeicher. Damit entstand eine zentrale Anforderung: PV-Anlage und Speicher müssen innerhalb der am Netzanschlusspunkt zulässigen Einspeiseleistung betrieben werden.

  • Erweiterung einer bestehenden 3,150-MW-PV-Anlage um einen 4,4-MW-Batteriespeicher.
  • deXcon entwickelte die Regelungsarchitektur mit vier separaten Regelungskernen.
  • Der Batteriespeicher wurde für die Vermarktung von FCR und aFRR nutzbar gemacht.

Vier Regelungskerne für eine zuverlässige Anlagensteuerung

PV-Anlage und BESS verfügen über eigene Leistungsregelungen, müssen am gemeinsamen Netzanschlusspunkt jedoch als Gesamtsystem betrachtet werden. Mit der Erweiterung um den Batteriespeicher musste daher die bestehende Regelungsarchitektur der PV-Anlage angepasst werden. Die Lösung: ein Mehrkernsystem mit vier separaten Regelungskernen. Diese bilden unterschiedliche Anforderungen an die Anlagensteuerung ab und werden über den übergeordneten Regelungskern angesteuert.

Die zentrale Aufgabe der Regelungsarchitektur besteht darin, die zulässige Wirkleistungseinspeisung sowie die vorgegebene Blindleistung am Netzanschlusspunkt einzuhalten. Für die Wirkleistung wurde eine definierte Priorisierung umgesetzt: Die verfügbare PV-Leistung wird vorrangig genutzt, während die Entladeleistung des Batteriespeichers nachrangig geregelt wird. Wird die zulässige Einspeiseleistung erreicht, reduziert der übergeordnete Regelungskern zunächst die Entladeleistung des Batteriespeichers. So kann die PV-Erzeugung möglichst weitgehend genutzt werden, ohne die zulässige Einspeiseleistung am Netzanschlusspunkt zu überschreiten.

Ergänzend wurde eine PAV,E-Überwachung integriert. Sie überwacht die Einspeiseleistung am Netzanschlusspunkt und stellt die Einhaltung der definierten Leistungsgrenze sicher.

Regelung, Fernwirktechnik und Kommunikation aus einer Hand

Bereits für die erste Ausbaustufe 2022 realisierte deXcon die fernwirktechnische Anbindung der PV-Anlage. Über die Fernwirktechnik werden Betriebs- und Steuervorgaben an die EZA-Regelung übertragen und Rückmeldungen aus dem Anlagenbetrieb bereitgestellt.

Als EZA-Regler kam der deXcon root X zum Einsatz. Die Fernwirkanbindung wurde über ein IO-Bundle mit digitalen und analogen Ein- und Ausgängen umgesetzt. Das IO-Bundle bildet die technische Schnittstelle für die Fernwirksignale; der root X verarbeitet die empfangenen Vorgaben innerhalb der EZA-Regelung und setzt sie entsprechend der definierten Regelungslogik um.

Für die Anbindung an die Huawei-Anlagenstruktur kam ein Huawei SmartLogger zum Einsatz. Die Kommunikation zwischen SmartLogger und der deXcon-Regelung erfolgte über Modbus TCP. Die externe Kommunikationsanbindung und der Fernzugriff auf die Anlage wurden über einen INSYS Mobilfunkrouter realisiert.

Von der PV-Anlage zur vermarkteten Flexibilität

Mit der Speichererweiterung wurde die Anlage nicht nur technisch erweitert, sondern auch um zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten ergänzt. SPM hat hierfür VERBUND als Vermarktungspartner ausgewählt.

VERBUND übernimmt die Vermarktung erneuerbarer Erzeugung und bietet die Vernetzung von Anlagen im virtuellen VERBUND-Kraftwerk sowie die Vermarktung an Spot-, Intraday- und Terminmärkten an. Darüber hinaus gehört die Teilnahme am Regelenergiemarkt zum Vermarktungsangebot.

Für dieses Projekt wurde die Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung (FCR und aFRR) umgesetzt. Damit kann die Flexibilität des Batteriespeichers vermarktet und sowohl zur schnellen Stabilisierung der Netzfrequenz als auch zum automatisierten Ausgleich von Systembilanzungleichgewichten eingesetzt werden.

SPM und deXcon: langjährige Zusammenarbeit

Die SPM GmbH realisiert Projekte im Bereich erneuerbarer Energien und begleitet diese von der Planung über die Montage und den Service bis hin zu Repowering und der Integration von Batteriespeichern.

Für deXcon ist SPM ein langjähriger Projektpartner. Die Zusammenarbeit verbindet die Planung und Umsetzung der Energieanlage mit der Entwicklung und Integration der erforderlichen Regelungs-, Kommunikations- und Schnittstellentechnik.

Mit Huawei-Technologie im Projekt

Mit der Speichererweiterung kam Huawei-Technologie sowohl im Batteriespeicher als auch in der Anlagenkommunikation zum Einsatz. deXcon integrierte die Huawei-Komponenten in die bestehende Regelungsarchitektur und stimmte die Schnittstellen zwischen Speicher, Anlagenkommunikation und deXcon-Regelung aufeinander ab. Die Zusammenarbeit erfolgte als Eco System Partner von Huawei.

Von der Entwicklung bis zum laufenden Betrieb

Zum Projektumfang gehörten neben der Entwicklung und Umsetzung der Regelungsarchitektur auch der Vorab-Inbetriebnahme-Test zur Stationsanbindung, Prüfung der Regelstrecken und Parametrierung der beteiligten Komponenten. Die Inbetriebnahme selbst begleitete deXcon remote gemeinsam mit Anlagenerrichter und Netzbetreiber. Abschließend wurde der Control System Report (CSR) zur Dokumentation des realisierten Regelsystems erstellt.

Wir bedanken uns bei allen Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit. Nicht zuletzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit VERBUND bestätigt unseren Anspruch an eine zuverlässige und erfolgreiche Projektumsetzung. Auch bei zukünftigen Projekten möchte VERBUND auf deXcon als Regler-Lieferant setzen.

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