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Zwei unterschiedliche PV-Anlagen an einem Netzanschluss

Im sächsischen Kleinschirma wurden zwei PV-Anlagenteile mit insgesamt rund 75 MWp installierter Leistung realisiert. Sabowind errichtete einen Anlagenteil mit 20,8 MWp, der benachbarte Solarpark von GP JOULE verfügt über rund 54 MWp. Für die gemeinsame Netzanbindung wurde ein Umspannwerk mit 63 MVA errichtet, über das die PV-Anlagen an das 110-kV-Netz angeschlossen werden. Die unterschiedlichen Anlagenstrukturen stellten besondere Anforderungen an die übergeordnete Regelung und Kommunikation.

Zwei PV-Anlagenteile, ein Netzanschluss: Gemeinsame übergeordnete Regelungsarchitektur für 75 MWp

  • Zwei unterschiedlich aufgebaute PV-Anlagenteile werden über ein gemeinsames Umspannwerk an das 110-kV-Netz angeschlossen.
  • 20,8 MWp bei Sabowind und rund 54 MWp bei GP JOULE ergeben insgesamt rund 75 MWp installierte PV-Leistung.
  • deXcon realisierte eine übergeordnete Mehrkern-Regelungs- und Kommunikationsarchitektur für die beiden Anlagenteile.
Success Story Kleinschirma

Zwei PV-Anlagenteile, ein Netzanschluss: Gemeinsame übergeordnete Regelungsarchitektur für 75 MWp

  • Zwei unterschiedlich aufgebaute PV-Anlagenteile werden über ein gemeinsames Umspannwerk an das 110-kV-Netz angeschlossen.
  • 20,8 MWp bei Sabowind und rund 54 MWp bei GP JOULE ergeben insgesamt rund 75 MWp installierte PV-Leistung.
  • deXcon realisierte eine übergeordnete Mehrkern-Regelungs- und Kommunikationsarchitektur für die beiden Anlagenteile.

Ein Mehrkernsystem für unterschiedliche Regelungsaufgaben

deXcon realisierte dafür mit root X eine übergeordnete Regelungsarchitektur mit zwei separaten Reglerkernen. Ein Regelungskern übernimmt die Blindleistungsregelung am Netzverknüpfungspunkt. Der zweite Regelungskern übernimmt die Wirkleistungsregelung des GP-JOULE-Anlagenteils. Die unterschiedlichen Regelungsaufgaben werden damit innerhalb einer gemeinsamen Systemarchitektur getrennt abgebildet. Übergeordnete Vorgaben werden von der deXcon-Regelung verarbeitet und entsprechend der jeweiligen Anlagenstruktur an die untergeordneten Systeme weitergegeben.

Unterschiedliche EZA-Strukturen werden integriert

Auch die untergeordneten Anlagenstrukturen unterscheiden sich deutlich. Im Sabowind-Anlagenteil ist ein eigener EZA-Regler vorhanden. deXcon integrierte diesen bestehenden Regler in die übergeordnete Regelungsstruktur und übernimmt dessen Ansteuerung. Im GP-JOULE-Anlagenteil bilden 13 Huawei SmartLogger die Schnittstelle zur untergeordneten Anlagentechnik. Die deXcon-Regelung übermittelt die Wirkleistungsvorgaben über Modbus TCP an die untergeordneten Systeme, die diese innerhalb der Huawei-Anlagenstruktur weiterverarbeiten.

Vom Umspannwerk bis zu den Anlagenteilen

Für den gemeinsamen Netzanschluss wurde ein neues Umspannwerk errichtet. deXcon band dessen Leitsystem in die übergeordnete Regelungs- und Kommunikationsarchitektur ein und entwickelte dafür eine eigene Leitarchitektur zur Weitergabe übergeordneter Leitsignale an die beiden Anlagenteile. Die Signale aus der übergeordneten Leitebene werden dabei in die Anlagenregelung überführt und entsprechend der jeweiligen technischen Struktur weitergegeben.

Die externe Kommunikationsanbindung erfolgt über die bestehende Internetanbindung über einen INSYS-Router. Damit ist die Anlage an die übergeordneten Kommunikationssysteme angebunden.

Unterschiedliche Vermarktungsmodelle erfordern flexible Kommunikation

Auch bei der Vermarktung unterscheiden sich die beiden Anlagenteile. Der GP-JOULE-Anlagenteil wird durch SachsenEnergie vermarktet. Neben klassischen Vermarktungsverträgen wird ein Teil der Stromerzeugung über einen separaten Power-Purchase-Agreement-Vertrag (PPA) vermarktet. Der Sabowind-Anlagenteil verfügt über eine separate Vermarktungsstruktur.

Die unterschiedlichen Vermarktungsvorgaben müssen in die technische Anlagenregelung integriert und mit den Anforderungen am gemeinsamen Netzanschlusspunkt koordiniert werden. Die deXcon-Regelungsarchitektur bildet dafür die Schnittstelle zwischen übergeordneten Vorgaben, Vermarktung und den untergeordneten Anlagensteuerungen.

Betriebsführung zentral angebunden

Ergänzend wurde ein Portal für die Betriebsführung angebunden. Es ermöglicht die zentrale Überwachung der Anlage und stellt Betriebsdaten für die Betriebsführung übersichtlich zur Verfügung.

Von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme

Zum Projektumfang gehörten neben der Entwicklung und Umsetzung der Regelungs- und Kommunikationsarchitektur auch der Vorab-Inbetriebnahmetest, die Prüfung der Regelstrecken und die Parametrierung der beteiligten Komponenten. deXcon begleitete die Inbetriebnahme gemeinsam mit dem Anlagenerrichter und dem Netzbetreiber.

Zum Abschluss wurde der Control System Report (CSR) erstellt, der das realisierte Regelsystem und dessen technische Umsetzung dokumentiert.

Wir bedanken uns bei allen Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit.

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